Der Kreis schließt sich: Escape Rooms analog und (wieder) digital

Escape Rooms oder auch Escape Games erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Aber sie sind mittlerweile nicht nur ein Freizeitspaß mit Familie und Freunden, sondern eignen sich auch gut als Teambuilding-Event.

 

Escape Rooms analog und digital

Seit 2013 hat sich die Zahl der Anbieter in Deutschland zunehmend gesteigert. Mittlerweile gibt es über 200 Anbieter für live Escape Rooms in Deutschland. Dabei ist das Spielprinzip immer ähnlich: Eine Gruppe von Menschen wird mit einem klaren Ziel (z.B. Gefängnisausbruch) in einen Raum (oder mitunter auch mehrere angrenzende Räume) geschickt. Das Ziel der Gruppe ist es, möglichst schnell alle Rätsel zu lösen. Ein Gamemaster außerhalb des Raums unterstützt die Spieler durch Hinweise, falls diese benötigt werden. Aktuell gibt es auch einen Zuwachs an digitalen Elementen, wie beispielsweise virtuelle Räume, bei denen eine VR-Brille zum Einsatz kommt. Den Ursprung haben die Escape Games jedoch in einer digitalen Umgebung – der Japaner Toshimitsu Takagi gilt als Urvater der Escape Games. 2004 erschien das von ihm entwickelte Computersiel Crimson Room, das den Grundstein für unsere heutigen live Escpape Rooms gelegt hat.

 

Faszination Escape Rooms

Der Erfolg der Escape Rooms lässt sich auf mehrere Faktoren zurückführen:

  1. Wenn die Spieler die Herausforderung meistern werden Glückshormone ausgeschüttet
  2. In einem Escape Game können die Spieler in eine andere Rolle schlüpfen
  3. Um die Rätsel zu lösen, probieren die Spieler verschiedene Lösungswege aus

Gerade durch die gemeinsame Erfahrung, die die Spielergruppe sammelt, machen Escape Games zu einer guten Teambuilding-Maßnahme. Aber auch für andere Zwecke, wie beispielsweise im Onboarding-Prozess eignet sich ein Escape Game. Insbesondere für Remote Teams können Escape Rooms eine gute Möglichkeit sein, um sich untereinander kennenzulernen, zusammenzuwachsen und auch klare Regeln und Werte für die Teamarbeit zu definieren. Gerade Remote Teams stehen aber vor der Herausforderung, dass ein live Escape Room zu viele Ressourcen benötigen würde. Die Lösung: Escape Rooms in einer digitalen Umgebung, wie beispielsweise einem interaktiven Virtual Classroom (VC) abzubilden.

 

Besonderheiten von Escape Rooms im VC

Bei der Umsetzung eines Escape Rooms im VC gibt es einige Elemente, die analog zum realen Escape Room abgebildet werden können: Die Zeitbeschränkung kann einfach durch einen Timer dargestellt und die Hinweise vom Gamemaster können einfach eingeblendet werden. Verschiedene Räume können ebenfalls durch Breakout-Rooms (Arbeitsräume, in denen jeweils eine Kleingruppen an einem Whiteboard o.ä. zusammenarbeiten) dargestellt werden. Die Kommunikation der Teilnehmer wird durch ein Headset und mittels VoIP sichergestellt. Das grundlegende Handwerkszeug ist also vorhanden – kreative Szenarien schaffen hier die Motivation der Spieler.

Für eine positive Lernerfahrung gibt es ein paar Besonderheiten, die zu beachten sind. Die natürliche Begrenzung eines VC ist der Bildschirm. Umgebungen und Räume sollten sich also bestenfalls barrierefrei an verschiedene Devices anpassen und einer sinnvollen und ansprechenden Gestaltung folgen. Die Bewegungen der Spieler erfolgen durch die Maus und sind daher eingeschränkter als in der realen Variante. Beim Design der Rätsel sollten daher verschiedene Interaktionsmöglichkeiten mit einbezogen werden , beispielsweise Eingaben per Tastatur (Zahlenkombination, Text) und Maus. Zuletzt ist die Darstellung in einem VC zweidimensional – das heißt, dass besonderen Wert auf die Gestaltung der verschiedenen Umgebungen und die Story gelegt werden sollte, um die Erfahrung und den Spielspaß positiv zu beeinflussen.
Gerade für Remote Teams, aber auch für Onboarding-Prozesse, in neuen Projekten und zum Erwerb von Soft-Skills eignen sich Escape Rooms im VC wunderbar und bieten gleichzeitig eine spielerische und positive Lernerfahrung.

 

Was denkst du über die Einsatzmöglichkeiten von Escape Rooms im VC? Wir freuen uns auf deine Kommentare oder einen Austausch über digital-learning@integrata.de.

 

Alle Rechte vorbehalten (Sophia Purmann)

 

 

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